Über ein ungedämmtes Dach geht ein großer Teil der Heizwärme verloren –
und im Sommer heizen die Räume unters Dach auf. Eine gute Dämmung wirkt in
beide Richtungen. Die Frage ist selten ob, sondern wie:
von außen über die Sparren oder von innen dazwischen.
Worauf es beim U‑Wert ankommt
Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter
durch das Bauteil entweicht – je niedriger, desto besser. Für die
Förderung der Dachfläche ist 2026 ein U-Wert von höchstens
0,14 W/(m²·K) gefordert. Ob dieser Wert erreicht wird,
entscheidet nicht nur die Dämmstoffdicke, sondern vor allem die
luftdichte Ebene und die Anschlüsse. Eine perfekt
gerechnete Dämmung nützt wenig, wenn an First, Ortgang oder Gaube warme
Luft entweicht. Wir planen und bauen die Anschlüsse so, dass der
gerechnete U-Wert auch real erreicht wird.
Sommerlicher Hitzeschutz – nicht nur Heizkosten
Im Winter zählt der Wärmeverlust, im Sommer die Frage, wie lange es
dauert, bis die Hitze von außen innen ankommt. Dieser
Phasenverschiebung genannte Effekt hängt von der
Rohdichte des Dämmstoffs ab.
Holzfaserdämmung ist schwer und speichert Wärme – sie
verschiebt die Hitze um viele Stunden in die Nacht, wenn man lüften kann.
Leichte Dämmstoffe wie PIR/PUR dämmen im Winter sehr
effizient bei geringer Dicke, bieten aber weniger Hitzeschutz. Für
ausgebaute Dachgeschosse, in denen man wohnt, empfehlen wir deshalb oft
Holzfaser – allein oder in Kombination.
Welcher Dämmstoff?
- PIR/PUR – sehr gute Dämmleistung bei schlanker Dicke,
ideal für die Aufsparrendämmung mit begrenztem Aufbau.
- Holzfaser – ökologisch, diffusionsoffen, bester
sommerlicher Hitzeschutz durch hohe Wärmespeicherung.
- Mineralwolle – bewährt und wirtschaftlich, nicht
brennbar, gut für die Zwischensparrendämmung.
Welcher Aufbau zu Ihrem Dach passt, klären wir vor Ort. Die Dämmung lässt
sich in der Regel fördern – wie das funktioniert, steht unter
Sanierung & Förderung.