Ein ausgebautes Dachgeschoss ist der günstigste zusätzliche Wohnraum, den ein Haus hergibt – die Hülle steht schließlich schon. Damit aus dem Speicher ein behaglicher Raum wird, müssen Dämmung, Belichtung und Bauphysik zusammenpassen.

Genug Höhe und Licht?

Bevor es losgeht, lohnt der Blick auf die lichte Höhe: Für vollwertigen Wohnraum sollte über einem ausreichenden Teil der Grundfläche genügend Stehhöhe vorhanden sein. Reicht die Höhe nicht, schaffen Gauben oder eine angehobene Dachfläche Abhilfe. Für das Tageslicht sorgen Dachfenster – sie bringen bei gleicher Fläche mehr Licht als eine Gaube und sind einfacher einzubauen. Welche Lösung passt, hängt von Statik, Optik und Budget ab.

Dämmung von innen

Beim Ausbau wird meist von innen gedämmt – zwischen und unter den Sparren, ohne die Deckung zu öffnen. Entscheidend sind dabei zwei Dinge: eine lückenlose luftdichte Ebene und der sommerliche Hitzeschutz. Schwere Dämmstoffe wie Holzfaser verschieben die Hitze in die Nachtstunden – gerade unterm Dach ein spürbarer Komfortgewinn. Die Unterschiede der Dämmmethoden erklären wir auf der Seite Dachdämmung.

Tauwasser vermeiden

Der häufigste Bauschaden beim Dachausbau ist Feuchte in der Konstruktion: Warme, feuchte Raumluft dringt durch undichte Stellen in die Dämmung und kondensiert am kalten Holz. Eine sorgfältig ausgeführte und an allen Anschlüssen – Fenster, Steckdosen, First – verklebte luftdichte Ebene ist deshalb kein Detail, sondern die Lebensversicherung des Ausbaus.

Reihenfolge richtig planen

Steht ohnehin eine Dachsanierung an, ist das der ideale Moment für den Ausbau: Dämmung, Fenster und neue Deckung lassen sich in einem Zug ausführen – das spart Kosten und macht die Maßnahme förderfähig. Mehr dazu unter Sanierung & Förderung.