Flachdächer am Wohnhaus – über der Garage, dem Anbau oder dem ganzen Bungalow – haben einen schlechten Ruf, den sie nicht verdienen. Ein fachgerecht abgedichtetes Flachdach ist genauso dicht und langlebig wie ein Steildach. Entscheidend sind die Details, nicht die Dachform.
Das Flachdach ist nie ganz flach
Ein „Flachdach” hat immer ein leichtes Gefälle – meist rund zwei Prozent –, damit Wasser ablaufen kann und keine dauerhaften Pfützen stehen bleiben. Das Gefälle entsteht entweder durch die Konstruktion oder durch eine Gefälledämmung, die wir passend zuschneiden. Steht Wasser dauerhaft, altert die Abdichtung schneller und Schmutz sammelt sich an den Einläufen.
Welche Abdichtung?
Für die wasserführende Schicht gibt es drei bewährte Systeme:
- Bitumen-Schweißbahnen – mehrlagig, robust und seit Jahrzehnten bewährt.
- Kunststoffbahnen (FPO/PVC) – einlagig, leicht und schnell verlegt.
- EPDM – eine elastische Kautschukbahn, besonders bei großen Flächen mit wenigen Durchdringungen.
Welches System sinnvoll ist, hängt von Fläche, Nutzung und Anschlüssen ab. An Attika, Türschwelle und Einlauf entscheidet sich die Dichtigkeit – nicht auf der freien Fläche dazwischen.
Dämmung und Nutzung
Ein Flachdach lässt sich hervorragend dämmen, weil die Dämmebene durchgehend über der Decke liegt – ohne Wärmebrücken durch Sparren. Wird das Dach im Zuge einer Sanierung neu aufgebaut, lohnt sich die energetische Dämmung mit Förderung fast immer mit. Auf dem fertigen Dach sind später Begrünung, eine Terrasse oder eine Photovoltaik-Anlage möglich – das sollte aber von Anfang an in Statik und Abdichtung eingeplant werden.
Wie lange hält ein Flachdach?
Eine fachgerecht ausgeführte Abdichtung erreicht problemlos zwei bis drei Jahrzehnte. Verlängern lässt sich die Lebensdauer durch regelmäßige Wartung: Einläufe freihalten, Anschlüsse prüfen, kleine Schäden früh beheben. Genau dafür bieten wir Wartungsverträge an.